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Joseph Mallord William Turner
Joseph Mallord William Turner, englischer Maler, *London 23.4.1775, ebenda 19.12.1851; wurde 1789 Schüler der Royal Academy in London.

Turner wurde am 23. April 1775 in London geboren und ab 1789 an der Royal Academy of Arts ausgebildet. Auf Reisen in England und Wales entstanden erste Zeichnungen und Aquarelle, vornehmlich von Landschaften und alten Bauwerken. 1796 stellte er sein erstes Ölbild in der Akademie aus. Stilistisch folgte er anfänglich seinen Landsleuten John Robert Cozens und Richard Wilson, später der idealisierenden Manier der Franzosen Claude Lorrain und Nicolas Poussin. In seinen Landschafts- und Seestücken nahm Turner darüber hinaus Anregungen der venezianischen Meister und der niederländischen Marinemaler auf. 1802 wurde er ordentliches Mitglied der Royal Academy und übernahm dort 1807 eine Professur für Perspektivlehre.
In der Werkperiode von 1800 bis 1820 schuf Turner vor allem mythologische und historische Szenen, in gedämpften Farben, mit klaren Umrissen und großer Detailtreue. Bereits in dieser Schaffensphase wird sein Gespür für den atmosphärischen Eindruck greifbar, wie in Sonnenaufgang im Dunst (1807, National Gallery, London). 1807 bis 1819 gab er seine (unvollendete) Sammlung Liber Studiorum heraus, die Mezzotintoreproduktionen seiner Werke enhielt und in ihrem didaktischen Anspruch an Claude Lorrains Liber Veritatis anknüpfte.
1820 bereiste der Künstler erstmals Italien. Die Eindrücke, die er dort gewann, intensivierten sein Gefühl für die Effekte des Tageslichtes, und er entwickelte eine Technik, sie mit freiem, subtilem Pinselstrich und nuancenreichem Kolorit wiederzugeben. Das Gegenständliche trat zurück zugunsten des optischen Gesamteindrucks, wie in Bucht von Bajae (1823, National Gallery) und Odysseus verspottet Polyphem (1829, ebenda), wo die Leuchtkraft des Lichtes und der Farben die Konturen der architektonischen und topographischen Formen und die Helldunkelkontraste auflöst. Das gesamte Spätwerk ist geprägt von seinem Bemühen, die Phänomene des Lichtes und die dadurch evozierten Stimmungen zu ergründen und adäquat darzustellen. Dabei ging Turner in seiner Abkehr von mimetischem Realismus bis an die Grenzen des Abstrakt-Visionären. Ab 1829 hielt er sich häufig auf dem Landsitz seines Freundes Lord Egremont, Petworth Castle, auf und schuf zahlreiche Ansichten des Schlosses und seiner Umgebung (Der See, Petworth: Sonnenuntergang, ein trinkender Hirsch, um 1829).

Berühmte Beispiele dieser atmosphärisch reichen, von vibrierenden Farbschleiern dominierten Gemälde sind Der Brand der Houses of Parliament (1835, Philadelphia Museum of Art), Norham Castle bei Sonnenaufgang (1835-1842, Tate Gallery), Die „Fighting Téméraire" (1838, National Gallery), Schneesturm auf dem Meer (1842, Tate Gallery, London), La Dogana di Mare und San Giorgio Maggiore in Venedig (1842, Tate Gallery) und Regen, Dampf und Geschwindigkeit (1844, National Gallery). Während die vergleichsweise realistischen Werke früherer Schaffensperioden den Beifall von Kritik und Publikum fanden, stießen diese den Impressionismus vorwegnehmenden (und später anregenden) Bilder zunächst auf schroffe Ablehnung. Erst John Ruskins Plädoyer für Turner im ersten Band von Modern Painters (1843) verschaffte diesen über ihre Zeit hinausweisenden Werken Anerkennung. 1844 wurde Turner zum stellvertretenden Präsidenten der Royal Academy ernannt. Turner starb am 19. Dezember 1851 in London. Seine rund 300 Ölgemälde und nahezu 20 000 Zeichnungen und Aquarelle bilden heute einen wesentlichen Teil des Bestands der Londoner Tate Gallery bzw. des 1987 von John Sterling entworfenen Erweiterungsbaues (Clore Gallery).





Begräbnis auf See

Schneesturm auf dem Meer



Regen, Dampf und Geschwindigkeit




Die "Fighting Téméraire"











 
2 Franz Marc

 
4 Pierre Auguste Renoir


6 Joseph Mallord William Turner
 
7 Caspar David Friedrich

 
8 El Greco

 
9 Anselm Kiefer

 
10 Claude Monet

 
12 Giotto di Bondone


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19.08.2001, Robert Morten




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