Ich heiße Tolga Güner und bin am 22.09.1988 in Duisburg geboren.
Meine Eltern ließen sich scheiden als ich 2 war.
Ich wuchs also mit meinen 2 Schwestern Yasemin Saylik (Verheiratet, geboren am
29.12.1982)
und Esen Güner (geboren am 05.05.1992)ohne Vater auf. Als einziger Junge war ich
sozusagen der Hahn im Korb.
Meine Mutter Sevim Sarac geb. Güner (geboren am 15.03.1963) zog uns groß und
sorgte für uns stets so gut es ging als allein erziehende Frau.
Sie gab uns nie das Gefühl einen Vater zu vermissen. Wir hatten alles was wir
wollten.
Ich bin Ihr mehr als nur dankbar für all das, was sie für uns getan hat und
nicht nur ich. Auch meine 2 Schwestern danken ihr für alles.
Mein Vater, zu dem ich keinen Kontakt habe bzw. nicht haben möchte, heißt Ayhan
Asci.
Ich verbinde mit ihm sehr schlechte Zeiten und schlechte Erinnerungen.
Erinnerungen voller Gewalt, Hass und Tränen. Er war Alkoholiker und belästigte
uns. Er schlug meine Mutter so das sie ins kranknehaus musste wir wurden auch
nicht verschont. Wir hatten Angst vor ihm. Meine Mutter zog es vor, in ein
Frauenhaus zu ziehen, um Ruhe vor meinem Vater zu finden wo wir dann einige
jahre verbrachten.
Als wir dann endlich auf eigene Beinen stehen konnten und meine Mutter wieder
festen Fuß fassen konnte, zogen wir dann nach Duisburg Neumühl, in unserer
heutigen Wohnung, wo wir schon seit nun 15 Jahren wohnen. In der Hoffnung das
mein Vater uns nicht findet. Was leider scheiterte. Heute jedoch haben wir
unsere Ruhe vor ihm, was aber nicht immer so war. Seit etwa 3 oder 4 Jahren
lässt er uns endgültig in Ruhe und kann uns nichts mehr anhaben.
Schon als kleines Kind mochte ich die Musik und die Schauspielerei sehr. Die
Musik jedoch hatte es mir mehr angetan. Ich investierte die Zeit mehr in die
Musik und ich fand Hilfe in der Musik. Ich konnte mich durch die Musik
beruhigen. Wenn es mir schlecht ging, sang ich um Trauer zu verarbeiten. Trauer
die durch meinen Vater ausgelöst worden ist. Ich verarbeitete meinen Schmerz.
Irgendwann hatte ich einen festen Platz in der Schulband meiner damaligen
Gesamtschule. Dort sangen wir Songs von Stars nach, die es geschafft hatten und
führten sie dann auf besonderen Schulfeiern auf.
Sie hatten es geschafft und ich will es genauso schaffen. Seit meiner Jugend
habe ich nur ein Ziel und einen Wunsch: Durch meine MUSIK Geld zu verdienen und
davon leben zu können, Leute glücklich zu machen und ihnen durch meine Musik zu
helfen, so wie mir geholfen wurde. Leute durch mein Tun zu inspirieren. Die
Musik ist mein Leben und wenn man sie mir wegnimmt, dann nimmt man einen großen
teil meines Daseins weg. Ich wäre nicht mehr ich.
Ich bewunderte viele Stars und Stimmwunder aber eine FRAU begeistert mich wie
kein anderer Star auf dieser Welt: CHRISTINA AGUILERA!
Ich bewundere diese kraft in der Stimme, dieses eindrucksvolle, was ich nicht
mit Worten umschreiben kann. Seit ihrer ersten Single, Genie in a Bottle, wurde
ich ein Fan von ihr. Sie ist die größte Inspiration für mich, was das stimmliche
angeht, was nicht heißt, dass ich sie kopiere. Im Gegenteil: Ich habe meinen
eigenen Stil was das Singen angeht.
Ich investierte noch mehr Zeit mit der Musik, als ich es sonst schon tat. Ich
nahm Gesangsunterricht um meine Stimme zu verbessern, um sie zu fördern und um
mehr aus ihr raus zu holen. Bis ich dadurch irgendwann die Schule
vernachlässigte und ich aufhören musste, um mich voll und ganz auf die schule
konzentrieren zu können. Irgendwann packte mich der Gedanke auf Der Homepage
www.google.de nach zu gucken, ob irgendwo Talentwettbewerbe stattfanden. Ich
wollte wissen wie ich mit meiner Stimme bei fremden Leuten ankomme bzw. bei
erfahrenen Leuten, damit ich sehen kann, was ich an mir verbessern muss. Was ich
noch lernen muss um irgendwann mal wirklich diesen Weg gehen zu können.
Also gab ich Talentwettbewerb in Raum Duisburg bei Google ein und wurde schnell
fündig. Ich klickte auf den link der Seite www.marvinmusik.de und meldete mich
dann für das Casting nach langem überlegen, zögern und dem überreden meiner
Mutter, die mich schon fast zwang, mich anzumelden, an. Ich weiß noch bei der
Vorentscheidung. Ich wollte wieder nach Hause gehen, weil ich Angst hatte und
aufgeregt war. Ich zweifelte so sehr an mir, dass ich mich draußen mit meiner
Mutter gestritten hatte, weil sie mich nicht nach Hause gehen lassen wollte und
mich zwang rein zugehen. Sie, war die diejenige, die mich in Sachen Musik
förderte und voll und ganz hinter mir stand. So schaffte ich es dann bis ins
Finale der Talentshow und machte den 1. Platz. Ich bekam sehr großes Lob von
Jurymitgliedern die jahrelang im Musikbusiness sind, was wiederum nicht heißt,
das ich in meiner Stimme vollkommen bin. Im Gegenteil: Ich habe noch sehr viel
zu lernen und an mir zu arbeiten. Nur wer hart an sich arbeitet, wird später
Erfolg haben, pflegt meine Mutter immer zu sagen.