Vorwort Dieses Buch begann ich zu schreiben mit 18 Jahrn als mir bewusst wurde das ich ein Mensch bin der von Erinnerungen lebt. Ich brauche sie , klammere mich an diese um den stupiden Alltag bewältigen zu können. Zu viele Menschen sind aus meinem Leben gegangen, von denen ich nur noch die Namen weiß und vllt. 2 Ereignisse die mich bewegten. So soll dieses Buch dienen meine Erinnerungen an die Menschen zu erhalten die ich kennenlernte im Leben und noch kennenlernen werde. Eine huldigung an die die zu mir stehen, die die ich als Freunde bezeichene.... Am 27 12 1988 nahm das Elend seinen Lauf, ich Jan Grabbert erblickte das Licht dieser kapitalistischen faschistischen Welt, in Kassel. Wir wohnten damals noch in Haldorf in der Nähe von Baunatal wie mir meine Eltern berichteten. In Hessen war zu jener Zeit auch noch unsere ganze Familie ansässig, von denen ich heute auch nur einen Bruchteil kenne. 2 Jahre verbrahcte ich dort unten...an was ich mich noch erinnern kann? Zu wenig um davon zu berichten um ehrlich zu sein. Deshalb setze ich ab meinem 14ten Lebensjahr ein da dort eigentlich erst die Erinnerungen beginnen die ich notieren möchte für alle die mich kennen und zu schätzen wissen. "Hey du Heiko?" " Ja Grabby" "Weißt du die geilste zeit die ich in meinem leben hatte,- die is jez"(3.2.2007 Grabby/Heiko) Dieser Auschnitt aus einem Gespräch zwischen mir und Heiko hat mich zum nachdenken gebracht...in dem Moment ist mir klar geworden das die Zeit die ich ab 16 bis heute verbracht hab und hoffentlich noch lange verbringen werde die beste ist die ich im Leben je hatte. Besser als jetzt kann es nicht mehr werden, nur noch Berg ab ist möglich. Ein Freundeskreis auf den ich zählen kann in jedweder Situation und lebe mein Leben mit den anderen wie wir es uns gewählt haben. "Alle Schranken reißen wir ein um das so zu machen wie Wir uns es vorstellen"(11.2.2007 Grabby) Frühe Einsichten im BildungsKZ Als ich die 7te Klasse eines sogenannten Gymnasiums besuchte entwickelten sich in meinem Geist die ersten sozialistisch anarchistischen Ansichten."Es musste doch auch anders gehen als so" dachte ich mir oft zu dieser Zeit. Ich konnte mich einfach nicht damit abfinden das der Mensch ,welches ja ein "freies" und selbstständig denkendes Wesen ist, von anderen herum kommandiert wird .Dieses Diktat wiederte mich an,du darfst dies wissen aber jenes noch nicht...dafür sei man ja "noch" zu dumm oder auch die Tätigkeitsfelder die diktiert wurden: Jungs spielen Fussball,die Mädchen tanzen... aber wir hatten auch genügend Mädels die gerne mal Fussball gespielt hätten und Kerle die mal tanzen wollten. Aber das durfte ja nicht sein.Man vergleiche nun einfach mal Staat und Schule nach Strucktur,Organisation und Fundament. Was fehlt einem da auf?! Oben steht der Bundeskanzler/Bundespräsident in der Schule Direx und Co-Direx welche sowas von totalitär und rücksichtslos ihre Intressen durchsetzten ohne an die Schüler/das Volk zu denken.In der Hierachie folgen denn nun nach unten gehend die normalen Lehrer,der Hausmeister,die Frau von der Kaffeeteria , die Klassensprecher und dann die Schüler. Die Schüler wurden jedoch abermals unterteilt in Systemtreue,neutrale und Systemgegner. Nun denn ich war in der letzten Gruppe ein Siebtklässler der gegen das Regimè arbeitete.Zahlreiche Schulordnungsübertretungen,sozialistische Zwischenrufe,organisieren von gemeinsamen Protestaktionen(Unterrichtsboikott wie zb. diverse Unterrichtsmaterialen einfach mal verschwinden zu lassen, Stühle und Tische verrücken sodass man nachher mit dem Rücken zur Leerkraft saß),Beleidigen von Leerkräften und kritische Stellungnahmen/Fragen zu vielen heiklen Themen. Im jugendlichem Überschwung war man sich seiner Taten nicht wirklich bewusst, die Tragweite war uns allen auch nicht gewiss bei vielen Aktionen.Das Beleidigen der Leerkräfte hätte nicht sein müssen da diese schon ziemlich derb ausgefallen sind.Wir waren damals,sind es auch noch heute, davon überzeugt das unsere damalige Schulleiterin rechts-konservativ vllt. sogar weit rechts war(politisch gesehen).Diese Frau hatte mit allem Probleme was nicht in ihr Weltbild passte , ein paar junge Punker machten da auch keine Ausnahme auch wenn diese sogar ihr Abitur an dieser linkspolitisch feindlichen Schule bestanden hatten und dies nicht mal schlecht. Am zum Halbjahr der 8ten Klasse lies ich mich zurückstufen in die Siebte Klasse aus freien Stücken. In dieser Zeit lernte ich Bommel(Ronny)kennen, er war damals auf dem selben Gedankenlevel wie ich oder ich wie auf seinem. Wir hatten zahlreiche Ansichten die sich glichen.Jedoch hatte sich in dieser Zeit meine kommunistische Einstellung aus der sozialistischen heraus kristallisiert und Ronny war mehr der sozalistische Anarchist daraus folgten auch viele Meinungsverschiedenheiten, welche aber dazu beitrugen unsere Rethorischen Fähigkeiten auszubauen. Ich und Ronny sahen immer zu Flo auf... "das is en echter Punkrocker" dachten wir immer und hatten schiss ihn anzusprechen...Warum? frage ich mich heute noch immer. Das erste Gespräch zwischen mir und Flo fand in der Nähe des Uniplatzes bei dem Überdachten Durchgang Richtung Rosengarten statt.Verblüfft stellten wir damals fest das er meine Schwester kannte und ick ihr Bruder war/bin. Nach diesem Gespräch ,an einem Wochenende, wanderte ich selbstbewusst und wissend das es mir nicht gestattet war von der Schulleitung den Raucherhof zu betreten nach hinten zu Flo. Dort angekommen eröffnete sich mir ein Bild wie ich es mir nicht erträumt hätte... Sie tranken Bier und Rauchten.. und ein eher süßlich angenehmer Geruch lag in der Luft.Ich gesellte mich hinzu und war vollends integriert das war echt hammer geil. Diese Leute sind echt für jeden offen solange er nicht rechts ist oder keine manieren hat. Man wurde zwar am Anfang gemustert nach Verhalten,Rethorik und Ansichten aber hey ich hab von denen gelernt nicht Intolerant gegenüber Neuem zu sein.Wir wuchsen immer mehr zusammen und waren eine feste eigenständige freidenkende rebellierende Gruppe. Ich erinner mich noch gut daran als unsere Schulleiterin einem unserer Gruppe stetig aus dem Weg ging nur weil er ihr sagte wenn sie ihn weiter nerve und kaputt machen wolle er sie töten würde.Nebenbei trat er einen Schrank kaputt, warf einen Stuhl um und entfernte sich dann wieder auf den Schulhof. Desöfteren musste ich dieser Frau gesellschaft leisten,da meine Wenigkeit mal wieder der Meinung war etwas anfechten zu müssen.Mein einstiger Geschichtslehrer,den wir immer liebevoll Ralle nannten, berichtete aus den 70gern.Thema waren selbsverständlich die RAF und APO,ja die RAF ,der deutsche Herbst seid 30 Jahren vorbei und ich warte immer noch auf den Winter. Er lamentierte viel,redete und redete,jedoch kam er dann zu einem Punkt an dem er meinte die APO Hätte einen Bombenanschlag auf eine Polizeiwache verübt,was ja nicht stimmte. Dies fechtete ich an in dem ich einfach laut "12 Mai 72' Baader,Meinhof,Ensslin,Meins,Raspe..." da wurde ich dann unterbrochen und sollte mich wegen der Agitation einer Aussage einer Leerkraft verantworten.