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Name:Bargstädt, Karl ( 1904 – 1974)
Biografie:Geboren am 30. Oktober 1904 in Hamburg als Sohn eines Lehrers. Nach der Volksschule, zunächst ungelernter Arbeiter, dann Kochmaat, später als „Pantryman“ bei der HAPAG bzw. als Schlosser und Nieter im Lokomotivbau tätig. Zeitweilig lebte er in den USA und war bei der „New Yorker Central Railboard“ tätig und qualifizierte sich auf der „Chikago technical highschool“, 1927 kehrte er nach Hamburg, zurück, trat in die KPD ein und war bis 1930 Metallarbeiter auf der Hamburger Werft „Blohm & Voss“. Dort Leiter der KPD-Zelle, nach Entlassung hauptamlicher Funktionär der KPD. Bargstädt war Mitglied der KPD-BL Wasserkannte, leitete gemeinsam mit Fiete Schulze den illegalen RFB Wasserkante bzw. arbeitete als Sekretär des „Kampfbundes gegen den Faschismus“, Bezirk Wasserkante. Seit Februar 1933 steckbrieflich gesucht, flüchtete er im September 1933 nach Schweden und war einige Zeit Leiter der KPD-Emigranten in Schweden. Im März 1935 von Schweden nach Norwegen, wurde Bargstädt in Oslo als politischer Flüchtling anerkannt und war 2. Vorsitzender der Emigrationsgemeinschaft und Leiter der KPD-Gruppe in Oslo. Mit Emil Dinka zusammen Leiter des KPD-SAP Sonderausschusses für Gewerkschaftsfragen (Komitee zum Wiederaufbau der freien Gewerkschaften in Deutschland“) Bargstädt wurde “technischer Berater“ der von Ernst Wollweber geführten Sabotage- Organisation. Diese Gruppe verübte mit massiver sowjetischer Unterstützung von Dänemark und Norwegen aus Anschläge auf deutsche und italienische Schiffe. Von November 1936 bis September 1937 reiste er u. a. unter dem Namen Karl Weinberg illegal durch Europa. Im März 1938 erhielt er eine Aufenthaltserlaubnis für Norwegen. Nach der Besetzung Norwegens flüchtete er im April 1940 nach Schweden, wurde in Loka Brunn und Längmora interniert und arbeitete dann als Metallarbeiter in Göteburg. Von Göteborg aus beschaffte er sich im Februar 1941 ein Einreisevisum für die Sowjetunion. Nach dem Überfall Deutschlands auf die UdSSR wurde er verhaftet und wegen »Spionage« angeklagt. Er saß in der Lubjanka, anschließend in der Butyrka und in einem Gefängnis bei Saratow, zuletzt war er in Kasachstan interniert. Im März 1947 kehrte er nach Deutschland zurück, wurde Mitglied der SED und war von Juni bis Oktober 1947 hauptamtlicher Funktionär der IG Metall im FDGB. Er trennte sich von der SED, flüchtete in den Westen, ging nach Norwegen. Ab 1948 wieder in Hamburg, trat er 1952 in Düsseldorf vor einem »Internationalen Komitee gegen KZ-Regime« auf und berichtete über die unmenschlichen Zustände in sowjetischen Lagern. Karl Bargstädt starb 1974 in Hamburg.

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