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Name:Bahnik, Wilhelm ( 1900 – 1938)
Biografie:Geboren am 15. Mai 1900 in Gnesen/Posen als Sohn eines Eisenbahnarbeiters; besuchte die Handelsschule. 1918 Soldat; ab 1919 Versicherungsangestellter in Magdeburg, trat 1921 in die SPD ein, 1923 Wechsel zur KPD. 1925 wurde er Mitglied der BL Magdeburg-Anhalt und Leiter des AM-Apparates. Am 4. Juni 1927 wurde Bahnik in Magdeburg verhaftet und am 3. April 1928 vom 4. Strafsenat des Reichsgerichts zu zwei Jahren und neun Monaten Festung verurteilt, kam aber bereits im Sommer 1928 durch eine Amnestie aus Gollnow frei. 1928 bis 1930 offiziell als Druckereihilfsarbeiter bei der Peuvag- Filiale in Magdeburg-Sudenburg, tatsächlich aber illegal weiter für den zentralen AMApparat tätig. Er wurde nach einem Lehrgang an der M-Schule der KI in Moskau 1930/31 Mitarbeiter des ZK der KPD. Unter Leitung von Hans Kippenberger agierte Bahnik unter verschiedenen Pseudonymen wie Theo, Martin oder auch Ewald. Nach dem Machtantritt der Nazis leitete er in Berlin den BB-Bereich im AM-Apparat. Im März 1935 in die UdSSR emigriert, wurde Bahnik 1936 in Deutschland in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Nach einer Ausbildung an der Sonderschule der Moskauer Militärakademie in Rjasan ging er im Oktober 1936 nach Spanien und war unter dem Namen Fernando Leiter der Kaderarbeit der Internationalen Brigaden in Albacete. Ab Herbst 1937 als Offizier im »Edgar-André-Bataillon« im Fronteinsatz, Wilhelm Bahnik fiel am 12. März 1938. Bahniks Frau Charlotte, geborene Schmidt (2. 1. 1904 in Kosten bei Posen) Tochter eines Tischlers arbeitete als Kontoristin, zuletzt als Gutssekretärin auf einem Rittergut in Polen. 1929 heiratete sie W. Bahnik, 1930 wurde sie KPD-Mitglied und leistete ehrenamtliche Arbeit. Im Juni 1933 verlies sie mit ihrem Sohn Horst (10. 5. 1930) Magdeburg und lebte einige Monate illegal in Berlin. Im September 1933 emigrierten beide zunächst in die Tschechoslowakei, 1934 in die Sowjetunion. Sie arbeitete dort unter dem Namen Charlotte Feller als Archivleiterin in einem Großbetrieb. 1939 heiratete sie den deutschen Kommunisten und Spanienkämpfer Josef Zettler (21. 9. 1904 - 14. 9. 1974). Im Oktober 1941 nach Tomsk evakuiert, kehrte sie 1947 nach Deutschland zurück und wurde Mitglied der SED. Charlotte Zettler starb am 11. Februar 1983 in Ost-Berlin.

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