Tackle Test -

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Kevin Nash Nomad Carp Barrow

Kevin Nash Nomad Carp Barrow

Wer kennt das nicht: Das Tackle, das man ans Gewässer schleppt, wird von Jahr zu Jahr umfangreicher und natürlich auch schwerer. Ein Transportwagen (Trolley) ist dabei eine große Hilfe. Der Masse des Tackles entsprechend, haben sich auch die Trolleys in den letzten Jahren immer weiterentwickelt und sich dabei von einfachen "Wägelchen" zu sehr geräumigen und soliden Transportkarren entwickelt. Der Nash Nomad Carp Barrow ist eine Transportkarre im oberen Preissegment. Dieser Testbericht gibt Auskunft, ob sich die Anschaffung dieses Trolleys trotz des hohen Preises lohnt.

Erster Eindruck:
Der Karton, in dem der Nomad Carp Barrow steckt, ist recht kompakt, aber ausgesprochen schwer. Der Grund für das hohe Gewicht wird klar, sobald man den Trolley ausgepackt hat: Alle Rohre sind aus sehr großzügig dimensioniertem Stahl gefertigt und dementsprechend schwer. Der Trolley wird mit zwei Rädern geliefert, die sich entweder mittig als ein breites Laufrad, oder an den Achsenden montieren lassen. Als Zubehör sind zwei Spanngurte sowie zwei Taschen enthalten, die mit Klettband am Rahmen befestigt werden.

Praxis:
Der Nash Nomad Trolley erfordert konstruktionsbedingt einen gewissen Aufwand beim Aufbau. Zunächst werden die Handgriffe in den Rahmen eingeschraubt. Danach klappt man die Achsverstrebung aus. Diese wird mit zwei Flügelmuttern arretiert, was eine etwas hakelige Angelegenheit ist. Nun können je nach Gelände die Räder in der Mitte oder an den Enden der Achse montiert werden. Zuletzt werden noch die Begrenzungsbügel im Front- und Seitenbereich ausgeklappt.
Die Ladefläche bietet jede Menge Platz und ist durch Verschieben der Flügel auch noch erweiterbar. Durch die vorderen und seitlichen Bügel wird das Verrutschen der Ladung wirkungsvoll verhindert. Die mitgelieferten Spanngurte geben zusätzlichen Halt, könnten aber ruhig etwas länger sein. Die beiden Taschen sind wirklich praktisch. Eine davon beinhaltet eine Regenplane, die man bei Bedarf schnell zur Abdeckung des Tackles herausziehen kann. Die zweite Tasche ist für Kleinzubehör gedacht, dass man noch schnell mitnehmen will. Leider ist die Rahmenkonstruktion so gestaltet, dass man eine größere Klapptasche (wie z.B. den Chub Barrow Bag) nur mit Mühe unterbringt und dann Gefahr läuft, dass die Räder an der Tasche schleifen. Dank der ansonsten sehr guten Ladekapazität ist das aber zu verschmerzen.
Nachdem die Ladung verzurrt ist kann es nun losgehen. Beim Schieben macht sich der etwas höhere Aufbau des Nomad Trolleys sofort positiv bemerkbar. Man erhält dadurch deutlich mehr Bodenfreiheit und kommt sehr bequem und ohne gebückte Haltung vorwärts. Ein weiterer Vorteil ist die gegenüber herkömmlichen Trolleys veränderte Position der Radachse. Diese liegt nämlich exakt unterhalb der maximalen Last. Die Arme werden beim Schieben daher extrem entlastet. Durch diese geniale Konstruktion hat man auch nach längeren Strecken mit großer Ladung nicht mehr das Gefühl, dass die Arme ein Stückchen länger geworden sind (Jeder Besitzer eines "normalen" Trolleys weiß, wovon ich spreche ;-)). Die "zentrale" Vorderachse hat noch einen weiteren Vorteil: die Wendigkeit des Trolleys wird erheblich verbessert. Ein Manövrieren auf schmalen Pfaden ist damit überhaupt kein Problem. Ein weiterer Pluspunkt: Die Achsaufhängung ist gefedert und puffert damit Unebenheiten und davon ausgehende Stöße auf das Tackle wirksam ab. Das "Fahrgefühl" ist wirklich einzigartig. Durch das superstabile Vierkantrohr des Rahmens ist auch bei ordentlicher Beladung kein Wackeln oder gar Durchbiegen festzustellen. Für normale Wege ist die seitliche Anordnung der Räder optimal, bei unwegsamen Gelände ist die Anbringung in der Mitte deutlich vorteilhafter, da hierdurch ein Hin- und Herschaukeln des Trolleys vermieden wird.

Kein Licht ohne Schatten: Leider fiel bereits nach den ersten Einsätzen einfach die Kugellagerabdeckung eines der beiden Räder ab. "Dank" der englischen Maße war dafür auch kein Ersatz zu bekommen und so nahm das Unheil seinen Lauf. Nachdem ich mit dem Händler vereinbart hatte, dass er die Räder bei Nash reklamiert, wartete ich über sechs Monate auf Ersatzräder. Mehrere Nachfragen bei Nash führten zu keinem Ergbnis, so dass ich den restlichen Trolley dann schließlich entnervt zu meinem Händler zurückbrachte und auf einen Chub Carp-Transporter umgestiegen bin. Mehr dazu demnächst in einem neuen Testbericht.

Fazit:
Super Konzept (stammt allerdings nicht von Nash s.u.!), aber miserable Qualität und noch viel schlimmer: ein Support, der es anscheinend nicht nötig hat, fehlerhafte Teile eines 200,- Trolley auszutauschen. Daher kann ich vom Kauf nur abraten. Alternative: das Original, der Carp Porter, leider noch etwas teurer und hierzulande nicht so einfach zu bekommen. Dafür stimmen hier allerdings Qualität und Service.

Bezugsquelle:
KL-Angelsport, Clemens Angelsport


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