Eine kleine Sammlung an mehr oder weniger angeheiterten Zitaten, Gedanken, Hymnen, die wohl selten ganz nüchtern formuliert worden sind. Hier zeigt sich, dass der Wein ein wahrhaft geistiges Elexier ist! Zumindest meistens ...
| | Autor | Zitat | | Unbekannt | "Guter Wein kennt keine Stunde." |
| Unbekannt | "Ein Dichten ist auch das Weingenießen, nur daß die Verse nach innen fließen." |
| Hieronymus (um 347 - 420), Sophronius Eusebius, Schriftsteller, Kirchenvater und Heiliger | "Der Wein ist die erste Waffe, derer sich die Teufel im Kampfe gegen die Jugend bedienen. Die Habsucht macht den Menschen vor Gier zittern, der Stolz bläht ihn auf, der Ehrgeiz reizt ihn an, aber schlimmer ist die Wirkung des Weins." |
| Kopisch, August | "Historie von Noah
Als Noah aus dem Kasten war, Da trat zu ihm der Herre dar; Der roch des Noäh Opfer fein, Und sprach: "Ich will Dir gnädig sein, Und, weil Du ein so frommes Haus, So bitt' Dir selbst die Gnaden aus." Fromm Noah sprach: "Ach lieber Herr, Das Wasser schmeckt mir gar nicht sehr, Dieweil darinn ersäufet sind, All' sündhaft Vieh und Menschenkind. Drum möcht' ich armer, alter Mann, Ein anderweit Getränke ha'n!" – Da griff der Herr in's Paradies, Und gab ihm einen Weinstock süß: Und sprach: "Den sollt du pflegen sehr!" Und gab ihm guten Rath und Lehr', Und wies ihm Alles so und so, Der Noah ward ohn' Maßen froh. Und rief zusammen Weib und Kind, Dazu sein ganzes Hausgesind, Pflanzt Weinberg' rings um sich herum; Der Noah war fürwahr nicht dumm! Baut' Keller dann, und preßt den Wein, Und füllt ihn gar in Fässer ein. Der Noah war ein frommer Mann, Stach ein Faß nach dem andern an, Und trank es aus, zu Gottes Ehr': Das macht' ihm eben kein' Beschwer. Er trank, nachdem die Sündfluth war, Dreihundert noch und fünfzig Jahr."
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| Alte römische Trinksitte | "Die alten Römer tranken auf das Wohl einer Frau, indem sie pro Buchstaben ihres Namens ein Glas Wein leerten." |
| Unbekannt | "Wein macht Menschen durchsichtig." |
| Ovid | "Weine bezwingen den Geist und machen geneigt zur Entflammung: bei einem vollen Pokal schwinden die Sorgen dahin." |
| Bibel, Jesus Sirach 19.2 | "Wein und Weiber betören die Weisen." |
| Lavater, Johann Kaspar | "Unabsehbar ist das Elend, welches durch unmäßigen Gebrauch des Weines angerichtet wird. Trunkenheit verwandelt den vernünftigen Menschen in ein unvernünftiges Tier, beraubt ihn seiner Sinne, überspannt und schwächt seines Leibes und Gemütes Kräfte, macht ihn zu allen Geschäften des Lebens untüchtig, zerrüttet alle häusliche Eintracht, zerreißt alle Bande der menschlichen Gesellschaft, hindert an allem, was gerecht, edel und der menschlichen Natur würdig ist und erzeugt unzählige Laster, vor denen alle Scham und alle Natur erzittert." |
| Fischart, Johann Friedrich | "Den liebsten bulen den ich han
Den liebsten bulen den ich han der leit beim wirt im keller, er hat ein hölzens röcklein an und heist der Muscateller; er hat mich recht trunken gmacht und fröhlich heut den ganzen tag, gott geb ihm heint eine gute nacht!
Von diesen bulen den ich mein will ich dir bald eines bringen, es ist der allerbeste wein, macht mich lustig zu singen, frischt mir das blut, gibt freien mut, als durch seine kraft und eigenschaft, ein grüß dich gott, mein rebensaft!"
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| Matthisson, Friedrich von | "Trinklied
Der Gram soll heute, Bei goldnem Wein, Des Windes Beute, Wie gestern sein! Dahinter lasse, Wer sich noch freut, Die leichenblasse Vergangenheit!" |
| Italienisches Sprichwort | "Ein Faß Wein beinhaltet mehr Wunder als eine Kirche voller Heiliger." |
| Augustinus Aurelius | "Wein erfrischt matte Kräfte, Traurigkeit verscheucht er, alle Müdigkeit der Seele verjagt er." |
| Tschechisches Sprichwort | "Lobe das Wasser, aber trinke den Wein." |
| Hölty, Ludwig Christoph Heinrich | "Die Erde wär' ein Jammertal voll Grillenfang und Gicht, wüchs' uns zur Lind'rung unsrer Qual der edle Rheinwein nicht." |
| Chinesisches Sprichwort | "Selbst die sieben alten Weisen hatten von allen Dingen den Wein am liebsten." |
| Vischer, Friedrich Theodor von | "Trinklied
Laßt mich trinken, laßt mich trinken, Laßt von diesem Feuerwein Immer neue Fluten sinken Mir in' s durst'ge Herz hinein! Jedes Ende sei vergessen! Wie's im Innern drängt und schafft! Sagt, wer will mir jetzo messen Grenz' und Schranke meiner Kraft! Stellt mir schwere, weite, blanke Becher ohne Ende her, Füllet sie mit diesem Tranke, Und ich trink' euch alle leer! Bringt mir Mädchen, schöne, wilde, Noch so spröd und noch so stolz, Schickt die schreckliche Brunhilde, Alle trifft der Liebesbolz! Stellet mir die schwersten Fragen! Wo das ew'ge Räthsel ruht? Feuerhell und aufgeschlagen Schwimmt es hier im rothen Blut! Gebt mir Staaten zu regieren! Kinderspiel soll mir es sein! Gebt mir Heere anzuführen, Und die ganze Welt ist mein! Burgen möcht' ich jauchzend stürmen, Ihre Fahnen zittern schon, Felsen, Felsen möcht' ich thürmen Und erobern Gottes Thron!" |
| Brillat-Savarin, Jean Anthelme | "Die Behauptung, man dürfe den Wein nicht wechseln, ist eine Ketzerei. Die Zunge wird übersättigt, und nach dem dritten Glas erregt der beste Wein nur noch eine schwache Empfindung." |
| Rückert, Friedrich | "Man kann, wenn wir es überlegen, Wein trinken fünf Ursachen wegen: Einmal um eines Festtags wegen, sodann vorhandenen Durst zu stillen, ingleichen künftigen abzuwehren, ferner dem guten Wein zu Ehren. und endlich um jeder Ursache willen." |
| Deutsches Sprichwort | "Trinkst mäßig du den Rebensaft, so spendet er dir seine Kraft, doch gibst dem Unmaß du dich hin, verlierst du deine Kraft an ihn." |
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