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Symbol:Axt
Kulturkreis:Antike Germanen Christentum Sonstige
Bild:
zum Bild:Wikingeräxte
Bedeutung:

Werkzeug, mit dem Bäume gefällt werden; seit prähistorischer Zeit göttliches Symbol, insbesondere Sinnbild des vom Himmelsgott geschleuderten Blitzes und daher auch in der antiken Kunst als Machtemblem weit verbreitet (vgl. hethitische Reliefs, minoische Doppelaxt, Hammer Thors, Dreizack Poseidons); in diesem Zusammenhang dann ebenfalls, ähnlich der Sichel bei der Getreideernte, ein Gerichtssymbol (vgl. Matth. 3, 10; Die Bäume, an deren Wurzel die Axt gelegt ist, sind das gerichtsreife Haus Israel).

Als Gerichtswerkzeug bei der Zerstörung des Tempels wird Psalm 74, 3 b-7 gleichfalls die Axt genannt.

Die warnende Verkündigung Johannes des Täufers (Matth. 3, 7 ff.; Luk. 3, 7 ff.), daß die Axt schon an die Wurzel der Bäume gelegt sei, veranlaßte, daß auf byzantinischen Ikonen und Fresken die Darstellungen Johannes des Täufers in der Regel einen Baum aufweisen, in den eine Axt eingehauen ist, während im Westen die Szene gelegentlich deutlicher ausgemalt wird.

Auf Darstellungen des hl. Bonifatius begegnet die Szene, bei der er eine dem Thor (Donar) geweihte Eiche fällen läßt.

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Axt, seit der Jungsteinzeit ein wichtiges und daher auch symbolkräftiges Instrument für Kampf und Arbeit. Als Waffe der gegen feindliche Mächte kämpfenden Himmels- und Donnergötter ist sie in alten Darstellungen, etwa auf Felsbildern, oft schwer vom  Hammer (Streithammer) zu unterscheiden.

Die Beobachtung, daß Axthiebe oft Funken sprühen lassen, führte dazu, daß Gewittergötter häufig mit dem Blitz und der Vernichtung von dämonischen Wesen (z.B.  Riesen) in Verbindung gebracht wurden.

In Afrika ist eine wegen ihrer Dekoration funktionslose Prunkaxt oft Symbol der Häuptlingswürde und allgemein der Exekutivgewalt.

Da große Opfertiere in vielen metallzeitlichen Kulturen mit dem Beil getötet wurden, stellte dieses oft ein Symbolzeichen für das Blutopfer dar, auch ein Symbol der Gerichtsbarkeit, wie etwa in altrömischen Liktorenbündeln (Fasces).

In christlicher Zeit wurde die Axt zum Symbol oder Attribut des Nährvaters St. Joseph (des Zimmermanns) und von St. Bonifatius, der damit die dem Donnergott Donar geweihte Eiche bei Geismar fällte. Die an die Wurzel eines Baumes gelegte Axt ist sonst Symbol des Weltgerichts.

Die altdeutsche Sitte des Beilwurfes zur Festsetzung von Bauplätzen oder Grenzen verbindet die Axt im Österreichischen besonders mit Legenden um den heiligen Wolfgang (»Wolfgangihackl«).

Mit dem Beil hingerichtete Märtyrer wie Barnabas, Matthäus, Matthias und Thomas Beckett werden oft mit diesem Gegenstand dargestellt.

Eine Sonderform ist die Doppelaxt (Labrys).

Das sprichwörtliche »Kriegsbeil« der nordamerikanischen Indianer war ursprünglich eine Schädelbrecherkeule und wurde erst nach dem Kontakt mit den europäischen Kolonisten mit einer Axtklinge ausgestattet.

Beispiele: 
Quellen: 
Links: 


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