| | Autor: | Welsch, Wolfgang | | Vita: | (1946) | | Beruf(ung): | Philosoph | | Zitat: | "Eine Kunst, die nur der Verschönerung dient, brauchen wir im öffentlichen Raum in der Tat nicht mehr. Aber der Kunst bleibt eine andere Möglichkeit. Sie kann eine Instanz der Andersheit, der Fremdheit, der Irritation, der Sperrigkeit sein. Und heute soll sie das sein. Sie soll der schönheitlichen Ästhetisierung und deren Amalgam entgegentreten, soll es unterbrechen. Kunst, die ihren Namen verdient, interveniert gegen die grassierende Ästhetisierung. [...] Ebenso kann Kunst bewußt widerständig, verletzend oder unverständlich sein. Kunst im öffentlichen Raum muß heute etwas von einem Ärgernis haben. Sie soll nicht eine Augenweide bieten, wie die alltägliche Ästhetisierung das schon zuhauf tut, sondern muß zum Ärgernis bereit sein. Gehen Werke ohne Aufregung durch, ist das im allgemeinen ein Zeichen dafür, daß sie überflüssig waren." (1990)
| | Stichwort: | | | Fundstelle: | | | Homepage: | | | Email: | petereckardt@surfeu.de | | Datum: | 13.08.01 |
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