Die Gedanken sind frei.
Johann Wolfgang von Goethe
Grenzenloser Terror ist auch ein Ausdruck des freien Denkens
Bis zu diesem schrecklichen 11.September 2001 habe ich das Goethe-Zitat 'Die Gedanken sind frei' immer nur positiv empfunden.
Grenzenlose, zeitlose Freiheit des Denkens, die einem erlaubt unbeachtet
von der Lebenslage und der Stellung in der Gesellschaft gedanklich kreativ
und unabhängig zu sein.
Wie kann man solche Katastrophen vermeiden?
Dank den zu tödlichen Geschossen verwandelte Flugzeugen und der jetzigen
anhaltende öffentliche Diskussion 'Wie könnte es geschehen?
Wie kann man solche Katastrophen vermeiden?' habe ich begriffen, daß die
Gedankenfreiheit kann auch solche schreckliche Auswüchse haben.
Und im Goethe-Zitat verbirgt sich aus meiner Sicht auch die Antwort auf die Frage
'Wie kann man solche Katastrophen vermeiden?'
Massive militärische Einsätze gegen die Schurkenstaaten
ohne einen neuen Sicherheitskonzept sind keine Lösung
Die amerikanische aber auch manche deutsche Regierungsvertreter, sehen
die Lösung in massiven militärischen Einsätzen gegen die Staaten, die den
Hintermännern und Dratzihern des internationalen Terrorismus einen
Unterschlupf bieten. Aus meiner Sicht können solche Maßnahmen, wenn diese
nicht auf einem ganz neuen Sicherheitskonzept basieren, nur zur weiteren
Eskalation der Gewalt führen und wenig dazu beitragen, das Leben in den
westlichen Staaten wirklich sicherer zu machen.
Westliche Vorstellungen über das gute und böse, Freiheit, Offenheit sind nicht die einzig richtige
So ein Konzept darf nicht auf einem Postulat basieren, daß die westliche Vorstellungen über das gute und böse, Freiheit, Offenheit, Menschenrechte und Demokratie zwangsläufig in jedem Winkel der Erde, koste was es wolle, gelten sollen. Es gibt auf der Welt Jahrtausende alte östliche Kulturen und Religionen, darunter auch islamische Religion, die manche diese westliche Vorstellungen nicht unbedingt für gut halten. Manche Erscheinungen der westlichen Kultur sind aus der Sicht dieser Kulturen genauso inakzeptabel und schädlich, wie wirkliche Menschenrechtsverletzungen in Staaten, wo totalitäre Regierungen an der Macht sind.