Mikka in Florida
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Out of liquid helium

Eigentlich gibt es soviel über Michael Berger zu erzählen, dass die ganze Diplomzeitung nicht gross genug wäre. So muss ich mich hier wohl auf die Höhepunkte unserer gemeinsamen Tech-Zeit konzentrieren. Kennen lernen durfte ich „Sämi“ während unserer gemeinsamen Lehrzeit. Da wir uns damals schon gut riechen konnten, entschlossen wir uns für eine gemeinsame WG hier in Rapperswil. Schon bald stellte sich heraus, dass Michi ein Nachtaktives Lerntier ist. So war es nicht unüblich, dass er bis um Mitternacht vor der Glotze sass, um dann bis um 3 oder 4 Uhr noch seine Aufgaben zu erledigen. So hatte ich die Ehre, ihn jeweils am morgen danach wie sein Mami früher unsanft aus dem Schlaf zu reissen. Einzig die Methode unterschied sich wahrscheinlich von derjenigen seiner Mutter (nasses WC-Papier, lautstarke Musik). Gelang es mir einmal nicht, ihn aus seinem Bett zu zerren, so holte er dann halt den verpassten Stoff nach….von Mitternacht bis um 3 Uhr!!! Ansonsten war er eigentlich ein pflichtbewusster Student, obwohl er einmal eine Prüfung über den Mittag verpasste und sich dabei wunderte, warum er nun alleine zu Mittag essen musste. Er war sogar so pflichtbewusst, dass er bei beiden Semsterarbeiten und der Diplomarbeit die Zeit bis zum Äussersten ausreizte, während andere Studenten die Semesterend-Bar oder die Frackwoche genossen. Ich habe mich immer gefragt, von wo er die Energie nahm, um die letzten 3-4 Tage vor Abgabe mit nur kleinen Schlafpausen (2-3 Stunden) durchzuarbeiten. In diesen, voller Erfahrung und Durchhaltewillen geprägten Zeit, wünschte er wohl manch einen seiner Dozenten auf den Mars. Aber eigentlich kennt er solche Durchhalteübungen als Offizier der Schweizer Armee ja bestens.



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